Kategorie: News und Aktuelles zum Thema Arzthaftung + Schmerzensgeld mit aktuellen Urteilen

Keine hypothetische Einwilligung bei Schönheitsoperationen

In diesem Arzthaftungsprozess ging es um die zivilrechtliche Verantwortlichkeit für den negativen Ausgang einer Straffungsoperation der Oberschenkel und des Gesäßes. Nach der Operation war nicht nur das optische Ergebnis nicht zufriedenstellend. Die Patientin hatte Schmerzen beim Sitzen, beim Radfahren, das Tragen von Hosen war nur noch unter Schmerzen möglich, desgleichen

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Schwangere Frau

Schmerzensgeld und Schadensersatz bei falscher Beratung über mögliche schwerste Behinderung des zu erwartenden Kindes

Der Befund: Die Eltern machen Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit der Besprechung eines MRT-Befundes geltend. Der Befund hatte eine Balkenagenesie ergeben, also ein Fehlen oder ein Defekt im Balken (Corpus callosum). Der Balken verbindet die beiden Gehirnhälften. Die beiden Hirnhälften haben ganz unterschiedliche Funktionen und Aufgaben. In den meisten Fällen werden

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Eine Million Schmerzensgeld

Höchstes Schmerzensgeld in Deutschland: das Landgericht Limburg spricht schwerstgeschädigten Kind eine Million Euro Schmerzensgeld zu

Das Geschehen: Der heute zehnjährige Junge wurde mit einem Jahr wegen einer Lungenentzündung in das Krankenhaus eingeliefert und hat dann aufgrund von Behandlungsfehlern einen schwersten hypoxischen Hirnschaden erlitten. Das Kind hatte gerade Äpfel und Chips gegessen, als es eine Infusion mit Antibiotikum erhalten hat. Es hatte noch Apfelreste und Chips

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Taggenaue Schmerzensgeldberechnung als Plausibilitätskontrolle zur Schmerzensgeldberechnung bei schwerwiegenden langjährigen Dauerschäden

Nachtrag (2/2022): Der Bundesgerichtshof hat im Februar 2022 den Ansatz des taggenauen Schmerzensgeldes verworfen!
In der Entscheidung geht es um die Bemessung des Schmerzensgeldes nach einem Autounfall. Sie ist aber gleichermaßen für den Bereich der Arzthaftung von Bedeutung. Diese Entscheidung ist für das Personenschadensrecht eine der wichtigsten der letzten Jahre.

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Beweislastumkehr

Grober Behandlungsfehler: zu spät erkannter Herzinfarkt / Mitursächlichkeit

In einem Beschluss hat der Bundesgerichtshof ein ganz bedeutendes Problem des Arzthaftungsrechts anschaulich aufgegriffen und seine Rechtsauffassung erneut bestätigt. Der zu spät erkannte Herzinfarkt Es ging um die fehlerhafte Versorgung eines akuten Coronasyndroms. Die Klägerin hat vorgetragen, dass sie durch zwei nicht ausreichend behandelte Herzinfarkte eine Herzschwäche erlitten habe, die

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Aufklärungsfehler

Das Abraten von schulmedizinischen Eingriffen bei Brustkrebs ist ein grober Behandlungsfehler

Dieser Fall ist außerordentlich traurig, weil die Patientin bei einer Behandlung gemäß den (schulmedizinischen) Facharztstandards vermutlich überlebt hätte. Aufgrund des unverständlichen Verhaltens der Ärztin mussten nun die Erben, der Ehemann und die noch minderjährigen Kinder, vor Gericht klagen. Das ist möglich, denn Schmerzensgeld ist vererblich. Brustkrebs nicht gemäß Schulmedizin behandelt!

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Schmerzensgeld für den Verlust beider Nieren
Schockschaden

Die zum Schockschaden entwickelten Grundsätze der höchstrichterlichen Rechtsprechung hat der BGH auf den Fall der fehlerhaften ärztlichen Behandlung ausgeweitet

Das Problem: Der Bundesgerichtshof hat vor folgendem Hintergrund ein sehr interessantes Urteil für Arzthaftungsfälle gefällt: als Schockschäden werden solche psychischen Beeinträchtigungen bezeichnet, bei denen ein Dritter durch das direkte Miterleben eines Unfalls und den Tod eines nahen Angehörigen über das übliche Maß an Schmerz, Trauer und Depression hinaus beeinträchtigt wird.

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Unfallrecht - Im Verkehr und allgemein
Beweislastumkehr

Das Zurücklassen eines Fremdkörpers (hier OP-Nadel) im Operationsgebiet ist dem voll beherrschbaren Risiko der Klinik zuzuordnen

Nadel wurde bei Nieren-OP vergessen: Die Klägerin unterzog sich einer minimalinvasiven Nierenoperation. Anlässlich eines CTs fiel nach der Operation auf, dass eine 1,9 cm lange, gerade Nadel mit der Stärke 4,0 im Körper zurückgeblieben war. Hierüber wurde die Klägerin informiert. Sie macht mit ihrer Klage Schmerzensgeld und Schadensersatzansprüche gegen das

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Aufklärung

Aufklärung vor OP: ist die Bezeichnung “vereinzelte Zwischenfälle” bei 20 Prozent Häufigkeit ok?

Wird ein Risiko, das in 20 Prozent der Fälle auftritt, als „vereinzelt“ bezeichnet, genügt dies für eine ordnungsgemäße Aufklärung und stellt keine Verharmlosung dar Nach Bruch bildete sich ein Falschgelenk (Pseudarthrose) Der Kläger rutschte aus und brach sich den Oberarm. Dieser musste im Krankenhaus operiert werden. Das Ergebnis der Operation

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Aufklärung

Zur Prüfung eines Entscheidungskonflikts für den Fall der hypothetischen Einwilligung in einen medizinischen Eingriff muss der Patient immer angehört werden

Der Sachverhalt dieser höchstrichterlichen Entscheidung zur Frage der Aufklärung und Einwilligung in eine gynäkologische Operation ist unter den Parteien sehr streitig. Besprochen worden ist eine Operation zur Anhebung der Harnblase und der erschlafften Scheidenwände. Die Ärzte behaupten, die Klägerin auch über die Entfernung der Gebärmutter aufgeklärt zu haben. Die Patientin

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